Wir machen durch bis morgen früh...

8/27/2015

Seit über einer Woche schlafen meine Zwillinge nachts nicht mehr. Zuvor haben sie bereits durchgeschlafen und sogar vergessen zu trinken, weswegen wir dann abgestillt haben bzw. eigentlich haben sie sich selbst abgestillt.

Seither haben sie sehr seltsame Schlafgewohnheiten. Abwechselnd wachen sie stündlich auf und schreien. Manchmal lassen sie sich beruhigen und mit dentinox oder Globuli zufrieden stellen. Aber mindestens einmal in der Nacht, so gegen 24 Uhr meistens, wachen Sie auf und sind mindestens 2 Stunden wach. Zunächst wird einfach nur geweint und zwar richtig - mit echten Tränen und so. Durch Herumtragen oder Ablenken gehen sie aber meistens ziemlich schnell wieder in gute Laune über. Aber geschlafen wird trotzdem nicht.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es etwas mit den Zähnen zu tun haben muss. Der eine Zwillinge sabbert unheimlich viel, auch nachts und der andere hat regelrechte Blutergüsse in der oberen Kauleiste und Zysten. Es muss ihm unheimlich Schmerzen bereiten.

Wenn es jetzt meine ersten Kinder wären, würde ich vermutlich gleich wieder zum Kinderarzt rennen. Zumal der Punkt, an dem ich als Mama nicht mehr kann - also vor allem körperlich - eigentlich schon überschritten ist. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass der Doc auch nicht mehr machen kann und mir wahrscheinlich zum Schlafprogramm "Jedes Kind kann schlafen lernen" rät. Beim Großen haben wir das tatsächlich durchgezogen. Mit mäßigem Erfolg. Im Nachhinein muss ich sagen, dass Kinder eben Phasen haben in denen sie schlecht oder wenig schlafen. Das kann man ihnen nicht innerhalb einer Woche an-/ abtrainieren. Unser großer Sohn spricht mit seinen 2,5 Jahren schon sehr viel. Und es wird mir immer deutlicher, dass er ein Schlafwandler ist und das auch schon als Baby war. Die Schrei- und Weinphasen waren keine Kraftproben oder Schlafstörungen. Er hat einfach lautstark "geschlafwandelt". Was er bis heute noch macht.

Die Stillzeit ist eine bindungsstarke Zeit zwischen Mama und Kind. Bei meinem ersten Kind war der Abstillprozess langwierig und voller Trauer - beiderseitig. Es war nicht leicht für mich und mein Kind. Diesmal dachte ich, dass alles von alleine "läuft". Die Kleinen wollen nicht mehr trinken - gut! Aber dennoch merken diese kleine Wesen, dass ihnen etwas fehlt. Nicht nur dieser gutschmeckende süße Snack in der Nacht. Auch die uneingeschränkte Nähe zu ihrer Mutter und ganz intensive Zeit der Zwei- oder Dreisamkeit.

Welchen Tipp kann ich jetzt weitergeben bzw. wie schaffen wir das?!
Teamwork heißt die Devise. Da mein Mann von nächtlichem Geschrei einfach nicht wach wird - egal wie laut, fällt es schon einmal weg, sich die "Nachtschicht" zu teilen. Stattdessen macht jeder von uns seine eigene Nachtschicht. Diese Phasen hasse ich, weil ich im Haushalt "keinen Finger krumm machen darf". So ähnlich jedenfalls. Sobald die Kinder schlafen, versuche ich auch zu schlafen. Währenddessen reißt mein Mann soviel er kann im Haushalt.
Und tagsüber sind die Tage an denen der Große bei den Großeltern ist auch ganz erholsam. Denn während die Kleinen Vormittags- und Mittagsschläfchen machen, kann ich selbst auch schlafen. So ist es möglich zumindest ein bisschen Schlaf nach zu holen.
Cola und Kaffe machen, wenn es nötig ist ein bisschen wach. Vom Bodyshop gibt's ein "Total Energy" Balsam. Tolle ätherische Düfte wie Bergamot oder Guarana sorgen für einen super "Hallo-Wach-Effekt". Und wenn ich unter Leute gehe, geht es leider nicht mehr ohne Anti-Augenring "Roll-on" von Garnier. Der deckt das Nötigste ab und sorgt für so tolle Sprüche wie: "sieht man Dir aber gar nicht an, dass Du so wenig schläfst".

Durchhalten oder besser gesagt "Abwarten und Tee trinken" sage ich mir. Denn es kommen wieder bessere Zeiten, sagen mir andere Zwillingseltern. Was uns nicht tötet, härtet ab.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein erholsames Wochenende und denen die dürfen AUSSCHLAFEN!!!!


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